Verkehr Projekt 1

Kommunikationsnetzwerk für die Limmattalbahn

Ralph Hottinger

Projektleiter Energie & Verkehr, Nordostschweiz, Fehraltorf

Im Rahmen des Baus der Limmattalbahn wurde die Arnold AG mit der Erstellung des Bahn-Kommunikationsnetzwerkes beauftragt. Nach Abschluss der ersten Phase innerhalb des Teilprojekts Kommunikationsnetzwerk Ende 2021 begannen im März 2022 die Arbeiten für den zweiten Teil. Die Bahn soll Ende Jahr mit dem Fahrplanwechsel im Dezember in Betrieb gehen.

Die Limmattalbahn verbindet ab Dezember 2022 verschiedene Gemeinden aus den Kantonen Aargau und Zürich sowohl untereinander als auch mit der Stadt Zürich. Auf der 13.4 Kilometer langen Strecke werden insgesamt 27 Haltestellen bedient. Der Bau der Limmattalbahn erfolgt in zwei Etappen, wobei die erste Etappe von Zürich Farbhof bis Schlieren Geissweid bereits Mitte 2019 abgeschlossen wurde. Die Bauarbeiten der zweiten Etappe – Abschnitte Schlieren Geissweid bis Bahnhof Killwangen-Spreitenbach sowie Altstetten bis Farbhof – begannen im September 2019 und dauern bis voraussichtlich Mitte 2022. Nach anschliessenden Testfahrten soll die Limmattalbahn bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 ihren Betrieb aufnehmen. Die Arnold AG wurde im Rahmen dieses Projekts vom Subunternehmer mit der Planung und Ausführung des Kommunikationsnetzes der Limmattalbahn inklusive Materialbeschaffung beauftragt. Konkret wird ein redundantes Kommunikationsnetzwerk für die Bahn sowie für die benötigten Endgeräte gebaut, damit ein reibungsloses Funktionieren der Bahn sichergestellt werden kann. Das Kommunikationsnetzwerk umfasst unter anderem Videosignale, die Ein- und Ausschaltung der Weichenheizung, Gleisschmieranlagen sowie die Überwachung von Bau- und Steuerungsteilen. Dazu wurde einerseits das physische Netz unterirdisch verlegt und andererseits der Switch für das Netzwerk erstellt sowie die Grundkonfiguration davon erstellt.

Haltestelle Kantiallee in Urdorf, Blick Richtung Schlieren

Das Grossprojekt stellt eine spannende Herausforderung für die Arnold AG dar. Da die Bahn durch verkehrsreiche Strassen verläuft, muss der Verkehr für den Bau teilweise umgeleitet werden. Durch die Beteiligung verschiedener Parteien am Projekt ist zudem auch eine gute Abstimmung untereinander erfolgsentscheidend. Da die Arbeiten sowohl tagsüber als auch nachts ausgeführt werden, gilt es auch, die Mitarbeitenden bzw. deren Einsätze reibungslos zu koordinieren. Der Arnold AG bereitet es Freude, am Bau einer Bahn beteiligt zu sein und ihren Teil leisten zu dürfen – dementsprechend gespannt blickt man nun auf die kommenden Herausforderungen.

Haltestelle Urdorf-Nord in Urdorf, Blick Richtung Dietikon
Endhaltestelle Bahnhof Altstetten in Zürich, Blick Richtung Zürich

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